Wir fördern Fairteilung
Die Situation :
Teil 1 Das "Über"-Ziel
Es ist : Soziale Gerechtigkeit weltweit.
Aktionen der Bürger wie das weiße Band bzw. white band oder auch die zumindest als Absichtserklärung zu wertende "Millenniumserklärung der Vereinten Nationen".
Aber : Es gibt kein globales Parlament, das etwas gegen die Verursacher der sozialen Ungerechtigkeit ausrichten könnte. Zu viele Bürger weltweit haben kein Internet, keine ausreichenden Vorbilder, von denen sie das nötige Wissen, Werte und emotionale Intelligenz erwerben könnten, um effektiv aktiv werden zu können. Fazit : Zu große Ziele werden nicht erreicht. Das Leiden der Unterschicht verlangt nach einem erreichbaren Ziel.
Es ist : Soziale Gerechtigkeit europaweit.
Die Vertreter des Kapitals haben die EU ins Leben gerufen und die Globalisierung gefördert, um in Ländern mit niedrigen Lebenshaltungskosten bzw. Lohnkosten Produkte billig (Polen, Tschechien, China) herstellen zu können, die man in Ländern mit hohen Lebenshaltungskosten bzw. hoher Kaufkraft teuer (Schweiz, Deutschland) verkaufen kann. Siehe Exkurs Kaufkraft.
Exkurs Kaufkraft:
Die Kaufkraft ist das verfügbare Jahresnettoeinkommen. Preisbereinigte Angaben in Euro.
Liechtenstein 32000
Luxemburg 22300
Schweiz 19600
Österreich 17500
Großbritannien, Frankreich 16700
Deutschland 16200
Spanien 13000
Portugal 11000
Tschechien 8200
Polen 7000
Rumänien 4500
Türkei 4200
Russland 3700
Ukraine 1800
Moldawien 800
Durch die EU-Erweiterungen werden alle Länder innerhalb der EU gleich gemacht.
Bisherige Erfahrungen mit EU-Erweiterungen zeigen, dass die Einkommen der Oberschicht bei uns steigen, die Einkommen der Mittel- und Unterschicht bei uns sinken.
Wie die Löhne sinken zeigt das Beispiel von Ländern der EU-Erweiterung. Die Arbeitskräfte in diesem Land wandern in die EU-Länder mit - zur Zeit noch - höherem Lohnniveau aus. Die Unternehmer im Land der EU-Erweiterung holen für die dort frei gewordenen Stellen billigere Arbeitskräfte aus China nach. Auf diese Weise sinken die Löhne bei uns und in den EU-Erweiterungen. Und dadurch verdient die Oberschicht bei uns und in den EU-Erweiterungen jedoch mehr.
Die Chinesen sind aus 2 Gründen billiger : Erstens günstige Löhne (wie auch in Polen), weniger Arbeitsschutzmaßnahmen, zweitens eine Art Werksspionage ohne Beachtung von Patentrechten. Sie kopieren einfach hier hergestellte Produkte. Denn chinesische Firmen werden nicht aufgrund deutscher Marken- und Patentrechte in China angeklagt. Die Chinesen beauftragen für ein paar Euro deutsche Konstrukteurbüros ihnen Konstruktionspläne von deutschen Produkten zu schicken. Diese Konstrukteurbüros betreiben eine Art Werksspionage, sie kaufen sich ein einzelnes Produkt, konstruieren es nach und schicken die Pläne nach China. Die Chinesen stellen dann Kopien unserer Produkte günstig her und verkaufen sie unter anderem Namen hier in Europa. Zusätzlich zur Werksspionage gibt es noch die Forschungsspionage, d.h. an allen Unis findet man Chinesen vor, die das Know-how nach China mitnehmen, wenn es sein muss auch mal ein Notebook klauen. Und das Ganze meist durch unsere Stipendien finanziert. Die Professoren wissen davon, aber sie haben ja ihren Beamtenjob und nutzen die Chinesen als sehr engagierte Mitarbeiter. Eine Win-win-Situation zugunsten deutscher Professoren und chinesischer Studenten, die in China schnell Karriere machen, aber auf Kosten Deutschlands.
Und unsere Firmen eröffnen Zweigstellen im Ausland, die vorübergehend hier mehr Arbeit wegen der Kooperation bringen, langfristig aber werden dann dafür die Filialen hier schließen müssen, da ab ca. 2015 nicht nur Spielzeug und Textilien, sondern auch alle anderen Produkte aus China kommen.
Der folgende Live-Bericht bestätigt diese Zukunftsaussicht : Ich bin in China stundenlang nur durch Industriegebiete gefahren. Alleine im Gebiet um Guangzou und Shenzen habe ich mehr Industrie gesehen als in ganz Deutschland. Was wir heute schon spüren ist nur ein kleiner Bruchteil dessen was bereits in China existiert, aber - noch - an der recht spärlichen Logistik scheitert.
Billig Hergestelltes teuer verkaufen, das bringt Gewinne. Aber es bringt auch Arbeitsplatzexport in Länder niedriger Kaufkraft verbunden mit Massenentlassung in Ländern hoher Kaufkraft. Natürlich steigt dann die Kaufkraft in diesen Ländern, aber bevor sie zu weit gestiegen ist, wandern die Firma weiter in ein Land, wo die Kaufkraft noch niedrig genug ist.
Die Konkurrenz aus China wird bislang nur durch eines geschwächt : Importzölle bei der Einfuhr nach Europa oder in die USA. Und jetzt auch Exportzölle der Chinesen auf alle Waren, die China verlassen, z.B. auf Textilien von 400%. Dann sind Produkte aus China in Europa nicht mehr so günstig zu kaufen. D.h. die Staatskassen der EU und der USA auf der einen und von China auf der anderen Seite können und wollen an diesem Handel auf Kosten mitteleuropäischer Arbeitnehmer verdienen. Solange die Produkte aus China trotz dieser Zölle immer noch günstiger sind, werden hier trotzdem Firmen schließen, aber wenigstens sind dann mit den Einnahmen aus den Importzöllen die Gelder für das Arbeitslosengeld gesichert.
In der EU-Verfassung vom Stand Anfang 2005 wird die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland ersetzt durch eine Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb im Welthandel ganz im Sinne der Kapitalisten der FDP und CDU (III-130, III-177, III-178, III-314).
Für von Arbeitslosigkeit Bedrohte, Arbeitslose und Geringverdiener schlechte Zeiten : (III-206, III-179)
Das europäische Parlament wurde aber eher mit solchen Rechten versehen, die dem Kapital nützlich sind. Wenn es um Belange der Unterschicht geht, dann behalten sich die Länder die Entscheidungsfreiheit vor. Solange dem so ist, kann das europäische Parlament nichts gegen die Verursacher der sozialen Ungerechtigkeit ausrichten. Wir suchen ein erreichbares Ziel.
Teil 2 Das erreichbare Ziel
Es ist : Soziale Gerechtigkeit deutschlandweit.
Im Sinne einer Aufgabenteilung soll Deutschland zuerst vor seiner eigenen Türe kehren, bevor wir uns daran wagen dürfen, bei anderen Ländern der Welt die soziale Ungerechtigkeit anzukreiden. Bis dahin ermuntern wir deshalb die Bürger im jeweiligen Land dazu, auch vor ihrer eigenen Tür zu kehren und dort selbst für soziale Gerechtigkeit zu sorgen.
Falls Sie nach in diesem Jahrhundert unerreichbaren Zielen wie soziale Gerechtigkeit weltweit oder EU-weit streben, dann dürfen Sie gerne Ihr Einkommen oder Ihr Arbeitslosengeld nach Polen oder Afrika spenden, wir wollen hier niemand davon abhalten. Allerdings halten wir es für sinnvoller die Kräfte in Deutschland gebündelt auf Deutschland zu richten und hier etwas zu erreichen.
Was wir tun können, um dieses Ziel zu erreichen : Lösungen für soziale Gerechtigkeit
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