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Umso mehr der eine
(Starke) sich nimmt, umso weniger bleibt
für die anderen, die nicht so stark
sind, sich zu nehmen was sie wollen. Das
gilt für die Realwirtschaft
und die Finanzwirtschaft im Kapitalismus.
Aktuelles
- OECD-Studie
2008 "Mehr Ungleichheit trotz Wachstum" für
Deutschland (Dynamik)
OECD bedeutet Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Die soziale Ungerechtigkeit bzw. Ungleichheit der Einkommen, also Armut und Reichtum haben in Deutschland nach einer OECD-Studie seit dem Jahr 2000 bis 2005 stärker zugenommen als in den anderen Industriestaaten. Deutschland ist Spitzenreiter in der Vergrößerung der Armut.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte
: “Wir wollen die Grundlagen
des Aufschwungs stärken, damit alle Bürgerinnen
und Bürger unseres Landes an diesem
Aufschwung teilhaben können." Georg
Schramm nannte deshalb die Kanzlerin in seiner
ZDF-Sendung Neues aus der Anstalt eine "Dummschwätzerin".
Die gelbe Kurve im Bild zeigt, dass die Stufe
10 ganz rechts, die reichsten 10% der Bevölkerung,
im Aufschwung
reicher geworden sind.
Die Einkommen von Unternehmen und Vermögenden
sind zwischen 2000 und 2006 von 161 auf 585
Milliarden Eur gestiegen, ein Faktor 3,60.
(Vergleiche oben Einkommensanstieg der Arbeitnehmer
Faktor 1,04). Umso reicher, umso größer
ist die jährliche Steigerung des Einkommens
2007, bei den HNWI (Millionäre) um 9,4
% jährlich, bei den UHNWI (Multimillionäre)
um 14,5 % jährlich, bei den Milliardären
um 35 % jährlich, z.B. bei den 400 reichsten
Amerikanern zwischen 1995 und 98 um 270%.
Luxusgüterhersteller wie z.B. Richemont beliefern
UHNWI boomen.
Die Stufen 7 bis 9
haben etwas von ihren großen Vermögen
verloren. Die Stufe 2 bis 6 haben vom Aufschwung
nichts mitbekommen. Die Ärmsten, Stufe
1 sind noch ärmer geworden. Der Aufschwung
ging somit objektiv an den Stufen 1 bis 9,
den unteren 90% der Bevölkerung vorbei.
Der Abschwung dürfte so aussehen : Alle
Stufen verlieren an Vermögen, weil sie
davon leben müssen, nur die reichsten
10%, die Stufe 10 nicht.
Durch den Trend liegt die Armutsquote in Deutschland jetzt nicht mehr vorbildlich unter dem Durchschnitt, sondern zu verurteilend über dem OECD-Durchschnitt.
Die obersten zehn Prozent besitzen etwa die Hälfte des Gesamtvermögens.
Die einkommensstärksten zehn Prozent erzielen etwas mehr als ein Viertel des Gesamteinkommens.
Deutlich zugenommen die Kinderarmut von 1985 (7 Prozent) zu 2005 (16 Prozent). Dagegen blieb die Armutsrate älterer Menschen stabil bei rund neun Prozent, während sie im OECD-Durchschnitt 13 Prozent beträgt.
Dividendenfürsten, die
Quelle Nr. 1 der Armut. Statisch.
Sie sind verbunden in Elite-Zirkeln.
Zu beachten ist zusätzlich die Dynamik von
Einkommen und Vermögen, siehe oben Aufschwung.
Einkommen (jährlich)
Wer hat denn das Geld, dass für die Bezahlung der Jobs für Arbeitslose und für günstigere Produktpreise fehlt an sich gerissen? Wer bekommt die Häuser, aus denen Familien mittels Zwangsvollstreckung und Polizeigewalt rausgeworfen werden?
- Die deutsche Dividendenkönigin
Die Nr. 1 der Dividendenfürsten ist Susanne Klatten.
Im Jahr 2007 mehr als 2,5 Milliarden Euro (2500 Millionen Euro) Dividende, also für den Besitz von Aktien, also ohne dafür arbeiten müssen. Eine einzelne Person wie Frau Klatten bekam im Jahr 2007 somit 10.000 neue Immobilien (a 250.000 Euro). Also jedes Jahr ganze Dörfer.
- Der weltweite Dividendenkönig Bill Gates
Unbekannter Wert
- Die weltweiten "Dividendenfürsten" zusammen
Die Top 50 der deutschen Dividendenfürsten bekamen alleine im Jahr 2007 zusammen 4,2 Milliarden Euro.
Die Top X der weltweiten Dividendenfürsten bekamen im Jahr X zusammen X Milliarden Euro.
- Quelle : Zeitschrift Capital 12/2007
Vermögen (Zeitpunkt)
Wer hat die Häuser an sich gerissen, die den Familien als Wohnraum fehlen?
- Der deutsche Vermögenskönig
Die Nr. 1 der Vermögensfürsten ist Karl Albrecht.
Im Jahr 2009 waren es 15,6 Milliarden Euro. Der deutsche Vermögenskönig hat sich 62.400 neue Immobilien (a 250.000 Euro) angeeignet.
- Der weltweite Vermögenskönig Bill Gates
Im Jahr 2009 waren es 31,3 Milliarden Euro. Der weltweite Vermögenskönig hat sich 125.200 neue Immobilien (a 250.000 Euro) angeeignet. Also eine ganze größere Stadt.
- Die deutschen Vermögensfürsten zusammen
Anfang 2007 waren es ca. 5.000 Milliarden Euro. Die deutschen Vermögensfürsten (oberen Zehntausend) haben sich 20.000.000 (20 Mio.) neue Immobilien (a 250.000 Euro) angeeignet. Das sind ca. 2000 neue Immobilien pro Kopf.
- Die weltweiten Vermögensfürsten zusammen
Im Jahr 2009 waren es bei den Top 25 der Vermögensfürsten 480,9 Milliarden Euro. Die 25 weltweiten Vermögensfürsten haben sich 1.923.600 neue Immobilien (a 250.000 Euro) angeeignet. Also 25 Menschen besitzen quasi ein ganzes deutsches Bundesland. Hier wird der Begriff Fürst sehr treffend. Vor allem weil kleinere Adlige wie Grafen etc. in diesem Vergleich null besitzen.
- Quelle : Forbes Magazine
- Klassifizierung nach Merrill Lynch bzw.
Forbes
- High Net Worth Individuals (HNWI)
> 1 Million
Dollar Geldvermögen
2007 ca. 10.100.000 Menschen. Im
Durchschnitt 4 Millionen Dollar.
Insgesamt 40 Billionen Dollar
- Ultra High Net Worth Individuals
(UHNWI) > 30 Million Dollar Geldvermögen
2007 ca. 100.000 Menschen
- Milliardäre nach Forbes-Liste
> 1 Milliarde Dollar Geldvermögen
Armut und Reichtum in Deutschland.
Statisch.
Siehe z.B. Nationaler Armuts- und Reichtumsbericht in Deutschland 2003
Einkommen (Bund)
Die Armutsgrenze liegt gemäß der Definition der Europäischen Union bei 60 % des mittleren Einkommens. Im Jahr 2003 ist somit laut dem Nationalen Armuts- und Reichtumsbericht in Deutschland arm, wer weniger als 938 Euro netto pro Monat verdient. Der Wert ist wohl größer, wenn man
den Durchschnittswerts anstatt dem Median als Rechenmethode benutzt, da beim Median wohl die Auswüchse (Großaktionärs-Einkommen) zum Teil (gewichtet) nicht mit in die Berechnung hineinfließen. Der Wert wird ebenfalls größer, wenn man die Einkommen durch im Ausland versteckte oder über Bilanzen verschobene Milliarden-Vermögen hinzunimmt. Für die Einschätzung eines aktuelle Werte ist zusätzlich die Inflation hinzuzufügen.
EU : Nettoäquivalenzeinkommen.
Vermögen (Bund)
Der zweite finanzielle Aspekt ist das Gesamtvermögen. Haushalte verfügen 2003 im bundesdeutschen Durchschnitt über ein Vermögen von rund 133.000 Euro. Armut zeigt sich hier in weniger als 60 % des mittleren Gesamtvermögens, also weniger als 80.000 Euro Gesamtvermögen pro Haushalt. Der Gesamtbesitz pro Haushalt lag Ende 2008 bei 206.000 Euro.
Armut (Länder und Regionen)
In manchen Neubau-Wohngebieten in Süd-Deutschland sieht man die Armut nicht, in manchen Wohngebieten im Osten oder Ruhrpott sehr deutlich. Die Armutsquoten von 2007 im Armutsatlas (Paritätische Gesamtverband) zeigen, dass die Armut in Deutschland sehr ungleichmäßig verteilt ist. Armutsgrenze hier : 764 Euro monatlich für Alleinlebende, 1835 Euro für ein Paar mit zwei Kindern. Es gibt Bundesländer und genauer sogar Regionen mit hohen und welche mit niedrigen Armutsquoten. Bundesländer mit niedrigen Armutsquoten sind Baden-Württemberg (10), Bayern (11), Hessen (12), Schleswig-Holstein. Bundesländer mit hohen Armutsquoten sind Mecklenburg-Vorpommern (24,3), Sachsen-Anhalt (21,5), Sachsen (19,6). Bezugsmaßstab war die Armutsgrenze im Bund, nicht die im jeweiligen Land oder Region. Regionen in BW mit niedrigen Armutsquoten sind Schwarzwald-Baar-Heuberg (7,4 = bundesweiter Spitzenplatz), Nordschwarzwald (8,7) und Stuttgart (8,9), Regionen mit hohen Armutsquoten sind Unterer Neckar (13) und Franken (12,1). Deutschland bricht auseinander in blühende und verarmte Regionen.
Armut und Reichtum global
Überall dort, wo der Kapitalismus neue Länder übernommen hat, bilden sich die selben Verhältnisse, großer Reichtum, große Armut. Das führt letztlich zur globalen Zwei-Klassen-Gesellschaft.
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