Übersicht
Genetische Informationen
Sender-Empfänger-Modell
Beraterteam
Berufung (Ziel)
Anerkennung (Kraft)
Praktische Hilfe (Kraft)
Wechselwirkungen
Inhalt
Hier fließen zwei Themen zusammen.
1. Gibt es Chancengleichheit? Wie steht es mit der Verteilung von Informationen bzw. Machtverteilung?
2. Anwendung der Ergebnisse für ein Konzept freies kreatives Lernen (schulisch oder privat) und die sozialpädagogische Betreuung anderer Menschen.
Jeder Mensch hat mit Informationen zu tun. Deutlich wird die Machtmaximierung dann, wenn man die Informationsströme bei den Menschen ganz oben mit denen der ganz unten vergleicht.
Es geht nicht nur um Wissen, sondern auch um Kraft. In der Fachsprache der Lernpsychologie : Wir betrachten Informationsströme nicht nur unter dem kognitiven Aspekt, sondern auch unter dem emotionalen und motivationalen Aspekt.
Der Mensch wird ständig beeinflusst durch die von den Eltern mitgegebenen Erbanlagen (Genetik) und seine natürliche und menschliche Umwelt.
Optimierung der Gene
Konventionell erhält man bei der Zeugung von den Eltern den ersten Informationsinput. Der ist zwar im Normalfall gleich groß, aber die Qualität der Gene im Vergleich zu den Genen anderer Menschen ist sehr unterschiedlich.
Diese Erbanlagen bestimmen ob man in seinem zukünftigen Leben eher unterdurchschnittlich schnell und gut oder eher überdurchschnittlich lernen wird. Kognitives Potential bzw. Lernen ist zu ca. 70% genetisch festgelegt. Und noch mehr. Diese Erbanlagen bestimmen auch, ob man ein starkes oder schwaches Herz hat, das einen zu höheren oder niedrigeren körperlichen und geistigen Leistungen befähigt. Einerseits in der kurzfristigen Maximalleistung und andererseits in der langfristigen Ausdauerleistung.
Vergleich Tierwelt : Wer als Ackergaul auf die Welt gekommen ist, kann durch Training nie ein mittelmäßig trainiertes rassiges Rennpferd im Rennen überholen. Der Ackergaul hat natürlich andere Stärken, z.B. einen PKW aus dem Graben ziehen, aber diese Stärken nutzen ihm nichts für das gesellschaftliche Rennen.
Der eine kann sich somit von Geburt an mit einem Hochleistungssportwagen und einem modernen Hochleistungscomputer vergleichen, der andere z.B. mit einem 30 km/h schnellen Oldtimer und einem alten C64-Computer.
Bislang können Sie diesen genetisch bedingten ersten Informationsstrom nicht verändern und damit nicht optimieren. Denn die Kinder können sich nicht ihre biologischen Eltern aussuchen. Mit der unterdurchschnittlichen Ausstattung sind ihre Chancen das Rennen bzw. das Machtspiel zu gewinnen sehr klein, dagegen mit einer überdurchschnittlichen Ausstattung sehr groß.
Die Kinder werden sich auch in Zukunft nicht ihre biologischen Eltern aussuchen können, aber die Eltern können in Zukunft nach der Zeugung die Gene der Kinder medizinisch optimieren lassen. Die Kinder werden auch hier in dieser Entwicklungsphase ihre Eltern nicht dazu bringen können, die Gene optimieren zu lassen.
Gene sind zwar keine Garantie, aber eine Bedingung für hohe Leistung. Und sobald Mediziner die Gene erkennen können, die für hohe bzw. niedrige Leistung stehen wird der Leistungsfaktor Genetik jedem bekannt sein. Denn dann wird bekannt sein, dass Arbeitgeber nur noch Leute mit vor der Geburt medizinisch optimierten Genen in aufwendige Ausbildungen aufnehmen. Die Arbeitssuchenden ohne optimierte Gene werden keine Chancen mehr auf diese Jobs haben. Zumindest in einer inhumanen Welt wie heute. Verfilmt in Gattaca (USA, 1997)
Fazit
Was kannst Du dafür, dass Du von Deinen Eltern (bzw. von Eltern bezahlten Medizinern) Gene erhalten hast, die Dir das Leben viel schwerer machen als anderen?
Optimierung der Umwelteinflüsse bzw. Bildungspolitik
Persönlichkeit und Netzwerk (Der Mensch zwischen Menschen)
Bildungspolitik beschäftigt sich mit dem Steuern der Kraft- und Informationsströme von den Persönlichkeiten im Netzwerk (Vorbildern, Experten, Lehrern und Trainern) als Sender zu den Schülern und Lernenden als Empfänger.
Mit Hilfe des Sender-Empfänger-Modells werden die wichtigsten Kriterien deutlich :
Es kommt ein umso qualitativ und quantitativ besserer Kraft- und Informationsstrom beim Empfänger an
- je mehr der Sender an wichtigen Informationen sendet
- je besser die Verständigung zwischen Sender und Empfänger ist
- je aufnahmefähiger (Gene, Können und Wollen) der Empfänger ist
In anderen Worten : Je besser der eingehende Kraft- und Informationsstrom qualitativ und quantitativ war und je besser dieser mittels eigenen Trainingsaktivitäten nach dem Prinzip Anspannung und Entspannung verarbeitet worden ist, umso größer wird die " Leistungsfähigkeit " des Empfängers.
Erfolge in der "fairen" Leistungsgesellschaft :
Wird das Modell bei Auswahl von Personen in ihrer Rolle als Sender oder Empfänger beachtet, stellen sich Leistungserfolge ein, z.B. bei Spitzensportlern als Empfänger, wobei der Arzt, Trainer und Manager des Spitzensportlers als Sender meist im Hintergrund bleibt. Ebenso bei Managern, Ministern etc. als Empfänger und deren Berater als Sender. Mit den richtigen Beratern geht es eher bergauf, mit den falschen eher bergab.
Probleme aus Sicht einer fairen Gesellschaft :
Die Kehrseite sind die Verlierer der Leistungsgesellschaft. Eltern , Geschwister, Verwandte, Schulfreunde etc.sind für jeden jungen Menschen individuell unterschiedlich geeignet. Die einen Kinder lernen zuhause von als Vorbild genommenen Erwachsenen schon Inhalte wie Physik und Biochemie, Fremdsprachen, Führungsfähigkeit, Verkaufsfähigkeit, Berufspraxis. Z.B. bis zum Abitur nebenher schon das Fachwissen für das Vordiplom von den Professoreneltern. Jedoch nur dann, wenn , die zuhause befindlichen Eltern Experten in ihrem Fach sind, sich die Zeit für ihre Kinder nehmen, das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern stimmt und die Lernwünsche der Kinder dazu passen. Die anderen lernen Sprüche zu klopfen. Manche suchen z.T. unbewusst verzweifelt ihr Leben lang nach für sie individuell passenden Trainern (z.B. Vorbildern) und finden sie nicht, weil die Bekannten und Verwandten nicht die passenden Informationen senden.
Im Sender-Empfänger-Modell ist leicht verständlich, dass Kinder, die von zuhause aus wenig brauchbare Informationen mitbekommen haben, weiterhin benachteiligt bleiben, wenn die übliche allgemeinbildende Schule diesen ebenso viel Informationen ( Gleichbehandlung ) zukommen lässt wie den von Haus aus schon gut informierten Kindern. Der Vorsprung der Bevorteiligten kann nur dann aufgeholt werden, wenn die Benachteiligten deutlich stärker gefördert werden als die Bevorteiligten.
Eine Statistik dazu : Von allen Studierenden entstammten im Jahr 2000 rund 13 Prozent aus Elternhäusern mit niedrigem und 28 Prozent aus Elternhäusern mit mittlerem Einkommen, 59 Prozent aus Elternhäusern mit hohem Einkommen. Hohes Einkommen bedingt oft hohe Qualifikation der Eltern.
Konkretere Beispiele dazu : Wer nicht schon durch das Elternhaus Kontakte zu Lehrern hat und deren spezielle Werte, Denk- und Verhaltensmuster übernehmen kann, der wird später kaum von der Interessensgemeinschaft der Schulsystem-Lehrer aufgenommen. Man kann schon fast von Inzucht sprechen. Ebenso ist es bei Doktoren der verschiedenen Wissenschaften. Wer nicht schon durch das Elternhaus Kontakte zu Doktoren und Professoren hat, der wird später kaum die Gelegenheit bekommen erfolgreich promovieren zu dürfen.
Fazit
Was kannst Du dafür, dass Du Dir die zu Dir optimal passenden Experten, die die wirkungsvollen Methoden zu Deinen Zielen kennen und zusätzlich zu Deiner Persönlichkeit passen, nicht leisten konntest bzw. diese nicht kostenlos (Bekannte, Verwandte) zur Verfügung standen?
Optimiere Dein Beraterteam !
Der passende Trainer kann nur dann viele wichtige Informationen senden, wenn er auf dem gefragten Gebiet wirklich Experte ist mit zusätzlich passenden herausragenden persönlichen Qualitäten.
Dann ist das Aufsuchen einer Selbsthilfegruppe von Leuten mit denselben Zielen bzw. Lage ein erster Schritt . Nur selten nutzen die Schüler und Lernenden das Prinzip Selbsthilfegruppe . Eine schon fast destruktive Nutzung dieses Prinzips sind Hausaufgabenforen, wo Lösungen zu Hausaufgaben im Internet käuflich zu erhalten sind. Allerdings kommt man damit anscheinend durch normierte Prüfungen. Vielleicht nach dem Prinzip : Persönlichkeiten umgehen ein System, das Persönlichkeiten ignoriert.
Ein zweiter Schritt ist das zusätzliche Aufsuchen von Experten , die Wissen über wirkungsvolle Methoden passend zu diesen Zielen und Lage liefern können. Vorbildlernen.
Welche Experten gibt es? In den allgemeinbildenden Schulen findet man nur Halbexperten, denn z.B. der Chemielehrer hat zwar Chemie studiert, aber meist keine z.B. 5 jährige Berufserfahrung als Chemiker. Und dass die Schüler in ihren Lehrern keine Vorbilder sehen liegt auch daran, dass die persönlichen Eigenschaften nicht die sind, die sich Schüler wünschen. Wer sieht in einem Bewerter bzw. Bestrafer, der in erster Linie die Interessen seiner Vorgesetzten bzw. seine eigenen verfolgt ein Vorbild? Die mangelnde Vorbildeigenschaft behindert den Informationsfluß. Das würde sich sehr schnell ändern, wenn die Bürger nicht einfach die Schulen über die Steuern bezahlen, sondern wenn ihnen dafür das Recht zugestanden wird, nicht die "Katze im Sack" kaufen zu müssen. D.h. die Eltern bestimmen, welche Schule mit dem Status staatlich anerkannt (das Gehalt der Lehrer wird vom Staat bezahlt) eröffnen darf und welche schließt. Würde auch bei Schulen die Marktwirtschaft einziehen, dann wären manche Lehrerkollegien bzw. einzelne Lehrer, die gegenüber Schülern und Lehrern nicht kundenfreundlich sind, ganz schnell weg vom Fenster. Dann gäbe es Experten an den Schulen.
Der bessere Trainer ist der aus der Wirtschaft stammende versierte " Personal Trainer " mit Fachwissen und fachlicher Berufspraxis, den man sich selbst nach passenden persönlichen Eigenschaften ausgesucht hat.
Der dritte Schritt ist dann das intensive gemeinsame Training .
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Berufung (Aufnahmefähigkeit, Ziel)
Wer seiner Berufung oder seinem Hobby nachgeht, kennt das Phänomen namens "Flow". Man nimmt nichts anderes mehr wahr, ist völlig konzentriert und mit Hochgefühl bei der Tätigkeit. Die gefundene Berufung stellt ein vielfach ungenutztes Potential, denn sie weckt den Kraftstrom Selbstanerkennung .
Was nutzen die besten Sender, wenn deren Informationen am Empfänger abprallen? Das ist oft der Fall, wenn manche Berufe ausgestorben sind. Bekannt ist auch der Fall der promovierten Geisteswissenschaftler, die eine Zeit brauchen bis sie ihre neue Zielrichtung (Berufung) gefunden haben. D.h. wir haben es quasi mit Berufsanfängern zu tun, die sich erst neu orientieren müssen, was sie wollen und können.
Sozialpädagoge oder Techniker etc.
Hat sich die Berufung geändert, so befinden sich Können und Wollen nicht mehr in Harmonie. Das Können hinkt dem Wollen hinterher, passt sich jedoch dem Wollen an. Wenn das Wollen vorher nicht zum Können gepasst hat, dann besteht die Chance einer Harmonie von Können und Wollen auf höherer Stufe. Nur das gibt die Chance besser zu sein als die Konkurrenz, ob nun aus Inland oder Ausland. Motivationstrainer ignorieren dagegen die Persönlichkeit der Klienten und versuchen krampfhaft das Wollen dem Können anzupassen.
Probleme
Durch Schule und Hochschule wird oft der Zugang zur im Unterbewußtsein schlummernden Berufung bzw. zur Intuition stark geschwächt. Fremdbestimmte Inhalte und Lernmethoden ohne Beachtung der emotionalen Intelligenz töten bekanntermaßen Hobby und Berufung. Zu viele Fälle belegen dieses Phänomen. Warum läuft es dann doch so? Wenn die Schüler als neue Generation feststellen würden, dass es für sie besser ist, wenn sie das lernen, was für alle in ihrer Generation von Vorteil ist und nicht das, was für die alte Generation von Vorteil ist, dann würde in spätestens 2ß Jahren wirklich eine neue bessere Kultur entstehen. Aber das wird mit aller Macht von der älteren Generation verhindert.
Arbeitslosigkeit ohne Hoffnung auf Besserung (sinnvolle Teilzeitarbeit, normales Einkommen) ist eine so große Belastung, dass Glücksgefühle kaum noch möglich sind. Hobbys, in denen man vielleicht seine Berufung gesehen hat, mussten oft aus finanziellen Gründen eingestellt werden. Nichts macht mehr Freude, was früher einmal Freude bereitet hat. Wo liegt der Sinn darin, nicht für andere eine sinnvolle Dienstleistung erbringen zu dürfen? Das fragt sich der Arbeitslose und insgeheim auch der Jobkiller. Es wird kein Sinn mehr erkannt.
Fazit
Was kannst Du somit dafür, wenn Du Deine Berufung noch nicht gefunden hast bzw. Du Dir die zu Dir optimal passenden Experten, die die wichtigen Informationen zum Finden der Berufung liefern, nicht leisten konntest bzw. diese nicht kostenlos (Bekannte, Verwandte) zur Verfügung standen? Bzw. sogar Motivationstrainer, Schule und Hochschule Deine Intuition bzw. Berufung geschwächt haben, z.B. Dich mit Allgemeinbildung von Deiner Individualbildung abgehalten haben.
Optimiere Deine Berufung (ideelle Karriere)!
Wie findet man seine Berufung?
Es handelt sich um eine Problemlösungsaufgabe. Dafür verwendet man Kreativitätsmethoden. Wichtig ist auch die Kraft für die Suche nach der Berufung, siehe unten Kraftquelle Anerkennung. Denn es geht hier um kreative Arbeit (Freiarbeit und Projektarbeit), mit den Trainern zu sprechen, den gefundenen Ansätzen bzw. Ideen nachzugehen bzw. diese auszuprobieren
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Kraftquelle Anerkennung
Wenn Sinn (des Lebens) die Freude an der Steigerung eigener körperlicher und geistiger Dienst-Leistungen für sich und andere ist, dann ist Anerkennung ein Steuermechanismus, der unerwünschte Entwicklungen stoppt und erwünschte fördert.
Anerkennung in diesem Sinne ist diese innere Freude, ein Gedanke ("gut gemacht"), also ein Informationsstrom von innen. Der dann zu Anerkennung in Form einer Handlung (Kinobesuch, Eis essen etc.) führen kann.
Anerkennung kann auch von außen, von anderen Menschen (Sender) kommen. Anerkennung und konstruktive Kritik (Wissen und Kreativität) sind Steuerelemente der Gruppendynamik. Einerseits zieht der einzelne das Team in seine Zielrichtung, andererseits zieht das Team den einzelnen in die Zielrichtung des Teams.
Haben wir Dinge getan, die für uns (aus unserer Sicht) und das Team (aus dessen Sicht) gut sind, dann freuen wir uns doppelt. Die Anerkennung durch uns selbst und andere gibt uns Kraft, noch mehr für uns und das Team zu tun. Ein Kraftstrom. Und die fehlende Anerkennung schwächt uns, wenn wir etwas für uns und das Team Schlechtes getan haben.
Ob etwas für uns oder das Team gut ist, lässt sich nicht immer so einfach beurteilen. Z.B. ob ein PKW wirklich optimal funktioniert, lässt sich nur noch mit Hintergrundwissen und Spezialtechnik wie z.B. einer Abgassonde überprüfen. Und der Fortschritt in der Entwicklung oder auch Herstellung bedarf Fachwissen. Die Beurteilung kann ein Experte fachkundiger vornehmen als ein Laie. Es wäre somit sinnvoll, wenn die Anerkennung durch einen Experten uns mehr beflügelt als die eines Laien. Wie ist es nun? Ein Experte fühlt sich kaum durch das Lob eines Laien bestätigt. Aber ein Laie durch das ernsthafte Lob eines Experten. Die Wirkung der Anerkennung auf uns ist umso größer, je größer die Qualifikation des Lobenden im selben Tätigkeitsbereich ist. Vor allem ist Anerkennung also dann wirksam, wenn die Qualifikation größer ist als die des Gelobten.
Ausnahme 1
Wenn wie in Mathematik, Informatik und Sport die Leistung objektiv auch durch den Laien selbst erkennbar ist, dann reicht die Selbstanerkennung fast aus. Z.B. die Freude über eine Steigerung der sportlichen Leistung etwa beim Hochsprung.
Ausnahme 2
Geht es weniger um die eigenen Weiterentwicklung, sondern mehr um den Dienst für das Team bzw. am Kunden bzw. die gute Tat, dann spielt die Qualifikation des Dienstleistungsempfängers keine Rolle.
Erfolge in der "fairen" Leistungsgesellschaft :
Umso höher man steigt, umso mehr Anerkennung bekommt man. Z.B. die Stars, die Anerkennung von Millionen von Fans bekommen. Ganz zu schweigen von der Anerkennung in finanzieller Form, den Millionen von Euro oder Dollar. Allerdings liegt auch in der zu großen Anerkennung von außen, die die Anerkennung von innen überschüttet, gleichzeitig der Haken. Die extreme Abhängigkeit von außen. Glorreicher Aufstieg, dann Fall in den Drogenkonsum.
Umso höher man steigt, desto höher qualifiziert sind auch die Trainer. Ein Anfänger hat selten einen Spitzentrainer.
Bsp. Selbständigkeit. Erfolgreich selbständig machen sich meist Abteilungsleiter, die ein paar Kunden und Mitarbeiter mitnehmen und sich zutrauen, den Laden alleine zu managen und deshalb auch Kredite von der Bank zu bekommen. Hier wirkt Anerkennung von allen Seiten vielfach.
Probleme aus Sicht einer fairen Gesellschaft :
Die Kehrseite sind die Verlierer der Leistungsgesellschaft. "Schlechte Schüler" und Geringverdiener erhalten im beruflichen Bereich von Lehrern, Mitschülern, Chefs oder Arbeitskollegen viel weniger Anerkennung als "gute Schüler" oder "Erfolgreiche". Von bestimmten Frauen hört man z.B., dass ihnen die gute Ausstrahlung der "Erfolgreichen" gefällt. Wie gut ihnen dann die Ausstrahlung der "Erfolglosen" gefällt, kann man sich denken. Wer im privaten Umfeld die Anerkennung verliert, verliert Kraft, die ihm für die Leistung in Schule bzw. Job fehlt. Sinkt die Leistung in Schule bzw. Job, dann sinkt auch dort die Anerkennung. Achtet das private Umfeld auf berufliche bzw. schulische Erfolge (wie z.B. bei Spitzensportlern üblich), dann sinkt die Anerkennung im privaten Umfeld noch mehr. Z.B. weniger Anerkennung von oberflächlichen Menschen oder weniger Anerkennung von innen, wenn das Einkommen gesunken ist. Weil dann z.B. die Ausübung bestimmter Hobbys nicht mehr möglich ist.
Ein Teufelskreislauf nach unten. Dieser kann auch durch ein Absinken der Leistung in Schule bzw. Job (z.B. Unfall des Spitzensportlers) ausgelöst werden. Der Grund für dieses Absinken muss nicht beim Schüler oder Arbeitnehmer selbst (veränderte Berufung senkt die Leistung im Gebiet der alten Berufung) liegen, er kann auch außerhalb liegen, z.B. im Schwanken der Anerkennung von außen aufgrund äußerer Umstände (Arbeitsmarkt : schlechtere Jobaussichten bzw. sinkendes Gehalt, Auftrag vom Großkunden storniert, Kollegenwechsel) ausgelöst werden.
Bsp. Arbeitsmarkt. Aufgrund der großen Konkurrenz, z.B. Vergeben der Aufträge an viele arbeitslose Akademiker vor allem in Osteuropa und den Schwellenländern, kann einen schon eine kleine Nachfrageschwankung ins berufliche Aus und damit untere Leistungsende befördern. Kündigung (allg. Rauswurf aus Schule oder Firma). Nach der Kündigung bricht der kraftspendende Strom der Anerkennung schlagartig ab, wenn nicht ein neuer Job in Aussicht ist.
Mit dem neuen Job ist das immer seltener so leicht. Viele Arbeitssuchende sind für Stellen mit geringer Anforderung an die Qualifikation überqualifiziert (und z.T. unerwünscht) und für die anderen Stellen unterqualifiziert. Es ist schon schwer genug seine im Unbewußten schlummernde Berufung zu erkunden. obendrei sollst Du auch in die Zukunft schauen können und erraten welche spezielle Bildung und Berufserfahrung Du in Zukunft gebraucht hättest um den Job zu bekommen? Learning by doing? Das war mal. Heute wird nur eingestellt, wer den Job schon beherrscht, im Idealfall weil er von einem Konkurrenzunternehmen kommt.
Kraftraubend ist auch die schwankende Anerkennung. Bsp. schwankende Nachfrage von Arbeitgeberseite. Die Hoffnung auf ein Bewerbungsgespräch bzw. eine Einstellung steigt bei Erhalt einer Einladung und sinkt bei Erhalt der Absage. Damit verbunden ist Freude vorher und tiefe Enttäuschung, Haß etc. nachher. Je nach Persönlichkeit hält man dieses grausam empfundene Auf und Ab mehr oder weniger lang aus - was man nur beurteilen kann, wenn man es selbst über 1 Jahr lang erlebt hat. Wer es nicht mehr aushält, setzt sich diesem Auf und Ab gar nicht mehr aus, akzeptiert die Arbeitslosigkeit und lässt anderen Arbeitslosen den Vortritt.
Mit jeder weiteren Absage erhält man negative kraftraubende Anerkennung . Anstelle von "Wir brauchen Deine Mitarbeit" kommt "Du bist nutzlos". So wie positive Anerkennung die Menschen aufbaut, so baut negative Anerkennung die Menschen ab. Jede weitere Absage baut die Menschen weiter ab. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass wer länger als 1 Jahr keinen Job bekommen hat, der bekommt auch danach meist keinen mehr. Jede weitere Absage nimmt ihnen Mut, Hoffnung und Selbstvertrauen. Wer es nicht erlebt hat, kann leicht reden, dass man einfach nur weiter machen muss. Wer es erlebt hat, kennt die zerstörerische Kraft der Ablehnung .
Während der Abteilungsleiter Vorbilder kennt, die sich schon vor ihm aus ähnlicher Lage auf ähnliche Weise erfolgreich selbständig gemacht haben, kennt der Langzeitarbeitslose meist nur noch andere Langzeitarbeitslose. Damit ist auch die Quelle für Vorbilder und Anerkennung versiegt . Mit dem Verlust der Arbeit ist auch ein Verlust der meisten beruflichen Kontakte verbunden. Denn viele dieser Kontakte sind nur Zweckgemeinschaften. Auch private Kontakte gehen verloren, da der Arbeitslose an deren Leben aus finanziellen Gründen nicht mehr teilnehmen kann und auch nicht mehr so "gut drauf" ist. Die Mitmenschen wollen sich z.T. nicht mit dem Thema Arbeitslosigkeit beschäftigen und meiden deswegen die Arbeitslosen. Für Ehepartner oder Verwandte wird der Arbeitslose sogar noch zum Kostenverursacher. Die Arbeitslosen finden deshalb zu Arbeitstätigen eher selten neuen Kontakt, neue Partner noch viel weniger als neue Freunde (unter Arbeitslosen). Der Arbeitslose verliert auch noch die Anerkennung aus Hobbys, die er aus seelischen und finanziellen Gründen nicht mehr ausüben kann.
Im Extremfall kommt es bei Fehlen jeglicher Anerkennung im privaten und beruflichen Bereich dazu, dass andere Gruppen wie Schulschwänzer, Jugendgangs, Sekten etc. aufgesucht werden, wo man auch ohne beruflichen "Erfolg" im privaten Bereich Anerkennung erhält.
Manche fahren den Teufelskreis nicht runter, sondern beginnen gleich unten. Beispiel sind die Ich-AGs als Gegensatz zum Abteilungsleiter (siehe Erfolge). Anerkennung zu Beginn (und deshalb meist später auch) fast gleich Null.
Die Logik unserer Wirtschaftsordnung und Sozialgesetzgebung : Im aktuellen Wirtschaftssystem werden für die Gesellschaft schädliche Tätigkeiten (Jobkiller Vorstände) hoch bezahlt, und viele sinnvolle Tätigkeiten (Soziale Dienste) sind unterbezahlt. Ein Beispiel dazu. Nur etwa 25 % der Kosten für Kinder werden durch Kindergeld etc. übernommen. Im Vergleich dazu wird z.B. die Rente der älteren Generation zu 100 % übernommen. Friedrich List sagte schon 1841 dazu: "Wer Schweine erzieht, ist ein produktives, wer Menschen erzieht, ein unproduktives Mitglied der Gesellschaft"
Fazit
Was kannst Du dafür, dass Du schon von Geburt an keinen guten Start hattest, der Dir fast automatisch die Kraft der Anerkennung gebracht hätte?
Optimiere die Kraftquelle Anerkennung
Nutze alle Energiequellen.
Entdecke den Sinn des Lebens. D.h. entdecke die Freude an der Steigerung eigener körperlicher und geistiger Dienst-Leistungen, die man für sich und andere erbringt. Und an der Freude der "bedienten" anderen. Freude kann ansteckend sein.
Fordere konstruktive Kritik von anderen.
Lobe Dich selbst für Leistungen, die nach besten Wissen und Gewissen gut für Dich (aus Deiner Sicht) und andere Menschen (aus deren Sicht) sind. Und für gute Bewertungen, umso höher die Qualifikation des Wertenden, umso besser. Beachte den Einfluß der Persönlichkeit des Wertenden auf sein Urteil.
Da die Anerkennung von außen nicht immer vorhanden ist bzw. auch stark fallen kann, wende Dich der Mathematik, Technik, Informatik und Sport z.B. als Hobby zu und bewerte Deine Leistungen selbst im Vergleich zu Deinen früheren Leistungen. Das macht Dich psychisch unabhängiger von außen. Bewertungsmäßig nicht ganz so einfach ist die Kunst (Bilder, Skulpturen, Tanzen etc).
Anerkennung erschleichen
Man kann die Kollegen (Leistungen Deiner Untergebenen oder Kollegen als Deine eigenen ausgeben), den Kunden (Werbung) oder Arbeitgeber (Bewerbung) wie auch Bekannte (Aufstylen für Date) täuschen. Man muss natürlich mit einer Reaktion des Getäuschten rechnen, wenn es langfristig auffliegt.
Anerkennung geben
Wir bekommen nicht nur Anerkennung, wir geben sie auch. Die Inder hängen sich Humanisten wie Gandhi ins Wohnzimmer. Wir müssen uns nur überlegen, was (Jobkiller, Ehrenamt) wir anerkennen und in welcher Form (Lob, Spende, Kauf). Details finden Sie hier
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Kraftquelle praktische Hilfe
Ein Rennfahrer muss sein Ziel (Berufung) kennen und er braucht einen starken Motor (Anerkennung). Unter Geländewagenfahrern bekannt ist jedoch auch, dass beides nichts nutzt, wenn der Wagen im Graben steckt. Dann hilft ein zweiter Wagen, der einen einfach rauszieht. In der Geschäftswelt üblich ist ebenso gegenseitige Hilfe im Netzwerk. Wird bei einem Kunden ein Bedarf an einer Dienstleistung entdeckt, die man selbst nicht bringen kann, vermittelt man an einen persönlich bekannten Selbständigen. Dieser revanchiert sich dafür.
Erfolge in der "fairen" Leistungsgesellschaft :
Bekannt ist in Unternehmen, dass der Chef die Belohnung für die ihm helfende Arbeit seiner Untergebenen bekommt. Allerdings kann dem Aufstieg des Chefs auch der Abstieg folgen, wenn die Untergebenen dem Chef nicht mehr helfen.
Umso höher man steigt, desto höher qualifiziert und umfangreicher ist auch die Hilfe. Einem Vorstand eines Unternehmens hilft ein ganze Mitarbeiterschaft.
Bsp. Karrier. Erfolgreich sind weniger die Fachexperten, sondern die Politikexperten mit Kontakten zu vielen einflußreichen Leuten. Denn in einer Seilschaft wird man aufgrund der Zugehörigkeit zur Seilschaft nach oben gezogen. Dadurch ist man nach oben schon abgesichert. Und sichert sich auch nach unten ab, indem man selbst auch Seilschaftanhänger mitzieht.
Ebenso wie "zu wenig Hilfe" senkt auch "zu viel Hilfe" die Leistung.
Ein bekanntes Beispiel ist der Taschenrechner oder das Navigationssystem, wenn es ausfällt. Z.B. der Chef, der vieles nach ca. 3 Jahren verlernt hat, was seine Untergebenen ihm abgenommen haben. Oder das von "Übereltern" behütete verwöhnte und damit unselbständige Kind. Hier gibt es zwei Seiten, einerseits das zu viel Hilfe geben und andererseits das zu viel Hilfe annehmen, bei zu großem Leistungsdruck von außer oder von innen.
Beachtet werden sollte deshalb das richtige Maß an Hilfe, d.h. die Hilfe zur Selbsthilfe bzw. die Spielregel der Freiarbeit : Erst wenn man trotz intensiver Bemühungen das Problem selbst nicht lösen kann, versucht man es in der Selbsthilfegruppe, danach nimmt die Selbsthilfegruppe den Experten bzw. das Netzwerk zu Hilfe.
Probleme aus Sicht einer fairen Gesellschaft :
Die Verlierer sind die Fachexperten im Vergleich zu den Politikexperten. Und alle, die in ihrem Umfeld keine starken Helfer (Unternehmer, Abteilungsleiter etc) haben. Im beruflichen oder privaten Umfeld.
Für das emotional kalte (berufliche, z.T. auch private) Umfeld gilt : Ist die eigene Kraft geschwächt, hat man weniger anzubieten und die Hilfe sinkt deshalb. Ein Teufelskreislauf (vgl. Anerkennung) nach unten. Dieser kann auch durch ein Absinken der geistig-körperlichen Kraft (z.B. Arbeitsplatzverlust, Mobbing, Krankheit etc.) ausgelöst werden.
Der eine bekommt bei Arbeitslosigkeit bei Hilfe anderer wieder einen Job. Der Langzeitarbeitslose bekommt meist aus seinem verbliebenen bzw. neuen Umfeld keine brauchbare Hilfe mehr. Der Abteilungsleiter bekommt von seinen Kontakten hochwertige Hilfe bei der Selbständigkeit, für die er sich z.T. später erkenntlich zeigt. Ich-AGs haben selten diesen Vorteil.
Fazit
Was kannst Du dafür, dass Du schon von Geburt wenig brauchbare (qualitativ und quantitativ) Hilfe bekommen hast, die Dich fast automatisch nach oben befördert hat?
Optimiere die Kraftquelle praktische Hilfe
Vorbereiten aller Hilfsquellen
Der politisch fähige einfache Mitarbeiter richtet sich Richtung Unternehmer oder Selbständiger (früher König) aus, die hochkonzentrierte Quelle der potentiellen Hilfe. Und er stellt auch Kontakte zu mehreren anderen Kollegen eine Stufe darunter wie z.B. Gruppenleiter (früher Fürsten) her.
Große Unternehmen setzen oft dagegen, indem nach ein paar Jahren die Abteilungsleiter ausgetauscht werden.
Anderen helfen
Wir können auch helfen. Die sozialen Einrichtungen helfen Schwachen aller Art. Auch wenn sie das bezahlt tun (Steuer, Kirchensteuer). Der politisch fähige einfache Mitarbeiter hilft allen, die ihm auch mal helfen könnten. Wir müssen uns nur überlegen, wem (Jobkiller, Ehrenamt) wir helfen und in welcher Form (Aktivität, Spende, Kauf). Details finden Sie hier
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Wechselwirkungen
In den obigen Kapiteln haben wir z.T. schon auf die gegenseitigen Einwirkungen hingewiesen, also dass ein Faktor andere Faktoren rauf- oder runterziehen kann.
Genetische Informationen versus Beraterteam und Training
Einschätzung des individuellen genetischen Leistungsfaktors : Man erkennt die Grenzen, die einem die Gene setzen, erst dann, wenn man sich auf ein Rennen festlegt und alle anderen Leistungsfaktoren wie Umweltbedingungen und Persönlichkeit auf dieses Rennen optimiert, d.h. langfristiges, intensives, berufsbezogenes und individuelles Training. In jedem können somit ungeahnte Leistungspotentiale stecken, die noch nicht optimal trainiert wurden. Wer z.B. sein ganzes Leben lang keinen Sport getrieben hat, der weiß gar nicht, welche sportlichen Leistungen er mit einem optimalen Training vollbringen könnte.
Sozialpädagogische Lernleistungsdefinition
In der sozialpädagogischen Definition der Leistung werden die Faktoren, die mit dem Umfeld des Lernenden zu tun haben berücksichtigt. Die "Lebensleistung"hängt ab von der genetischen Information, Beraterteam, Anerkennung, praktischer Hilfe, Biographie, Berufung. In der heutigen und offensichtlich überholten schulpädagogischen Definition steht nur das Konstrukt Begabung. Dieses zeigt die Sicht der Lehrer (Objektwissenschaft), nicht aber die Sicht der Schüler (Subjektwissenschaft).
Probleme aus Sicht einer fairen Gesellschaft :
Z.B. der Faktor genetische Informationen eines von Geburt an geistig behinderten Kindes wirken sich auf alle anderen Faktoren aus. Es wird kaum praktische Hilfe bekommen, da es selbst anderen kaum helfen kann. Es wird selten Anerkennung für herausragende Leistungen bekommen. Die Frage der Berufung ist schwieriger, da viele Aufgaben nicht bewältigt werden können.
Wer nur eine schlechte Bedingung aufweist, der kann sich noch glücklich schätzen. Bei wem aber alle Bedingungen zusammen treffen, der ist chancenlos. Die "Schuld" für diese Chancenlosigkeit liegt nicht an den Betroffenen, denn viele Leistungsfaktoren liegen minimal bis gar nicht in deren Hand. Die Schuld liegt an der Schein-"Fairness".
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Optimierung beim einzelnen aus Fairnessgründen gesellschaftlich je nach individuellem Bedarf siehe Buch Kapitel Machtstreuung.
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